Agentur Schoeller & von Rehlingen

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Promi und Parties gehören zusammen, wie die Namen Andrea Schoeller und Alexandra von Rehlingen. In ihrer Agentur betreuen sie Kunden wie Armani, BMW oder die Premiere von „Moulin Rouge“ mit Nicole Kidman in Berlin. Seit vier Jahren arbeitet die Event-Expertin Vanessa Boberg bei der Agentur mit Sitz in Hamburg, München und Berlin. Invyte.de sprach mit ihr über Privates und Berufliches – von der Hochzeit ihrer Freundin bis zur Präsentation von Hadi Teheranis Silver Chair auf einer Baustellen-Party.

Vanessa Boberg von Schoeller & von Rehlingen
Vanessa Boberg von Schoeller & von Rehlingen

Invyte.de: Was war Ihr Erstes Event im neuen Job?

Vanessa Boberg: Das war die ‚Audi Opening Night‘ vom internationalen Spring-und Dressur-Derby 2004 mit gesetztem Essen für 500 Gäste – eine echte Feuertaufe. Aber es hat alles wunderbar geklappt.


Invyte.de: Ihr Geheimtipp, wenn eine Veranstaltung nicht in Schwung kommt?

Boberg: Da muss man früher ansetzen! Das aller Wichtigste ist die Zusammensetzung der Gäste. Sie sollten aus verschiedenen Bereichen kommen, aber trotzdem sich überschneidende Interessenfelder haben. Aus den verschiedenen Meinungen entwickeln sich dann angeregte Gespräche.


Invyte.de: Und wenn es trotzdem nicht funkt?

Boberg: Das passiert dann nicht. Vorbereitung ist alles!


Invyte.de: Der größte Fehler als Gastgeber?

Boberg: Die Veranstaltung zu unterschätzen – von der Zahl der Gäste bis zur Dekoration.


Invyte.de: Ihre langweiligste Party?

Boberg: (diplomatisch): Ich kann über all Spaß haben, wenn ich mindestens eine Person dabei habe. Ich feiere einfach gerne.


Invyte.de: Ok, ok. Dann das persönliche Highlight.

Boberg: Das Opening ‚Casino Esplanade‘ im vergangenen Jahr. Das haben wir kurzfristig von einer anderen Agentur übernommen. 1000 Gäste sollten kommen, abends hatten 1600 zugesagt. Es war Anfang Dezember. Da ist es enorm wichtig, dass der Einlass reibungslos klappt – sonst kommen die Gäste schon mit schlechter Laune rein. Letztendlich waren es 1400 Gäste und der gesamte Ablauf hat bestens funktioniert.


Invyte.de: Und privat?

Boberg: Die Hochzeit einer guten Freundin vor zwei Jahren in England war meine schönste Feier bislang. Sie war einfach sehr nett und persönlich gestaltet. Es wurde nur irischer Caley getanzt. Das war sehr ungewöhnlich. Um ein Uhr war das Fest zwar aufgrund der Sperrstunde vorbei, aber alle hatten großen Spaß.


Invyte.de: Was ist der Unterschied zwischen Deutschen und anderen Nationen bei Events?

Boberg: Die Deutschen stehen oft in der Ecke. Man muss Gäste, die neu in der Stadt sind oder niemanden kennen, herum führen und vorstellen. In anderen europäischen Ländern wird mehr getanzt und dafür weniger getrunken, zum Beispiel in Italien oder Spanien. Das ist angenehmer.


Invyte.de: Was ist gerade angesagt im Bereich Events?

Boberg: In den 90er Jahren waren die Veranstaltungen sehr pompös. Dann wurde es aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtlage etwas weniger. Derzeit wird wieder wesentlich mehr eingeladen. Bodenständigkeit ist gefragt: Statt Kaviar, Hummer und Krabben, gibt es öfter ein Krabbenbrot mit Rührei – allerdings immer mit hochwertigen Lebensmitteln. Es wird mehr Wert auf Umweltverträglichkeit gelegt. Und bald werden vermutlich die Aschenbecher verschwinden…


Invyte.de: Was war Ihre ausgefallenste Location bislang?

Boberg: Das „Dockland“ in Hamburg noch als Baustelle bei der Präsentation des „Silver Chair“ von Hadi Teherani. Der gesamte Aufbau, von Gläsern, Tellern und Getränken lief nur über einen Kran. Der Kranführer startete zwar um acht Uhr morgens. Aber wir hatten nicht mit der Mittags- und den Kaffeepausen gerechnet. Ich saß wie auf heißen Kohlen! Schließlich war alles pünktlich drinnen und wir haben noch fünf Minuten, bevor die ersten Gäste kamen, den Sand am Eingang geharkt. Es war ja noch eine Baustelle.


Invyte.de: Haben Sie eine Veranstaltung, auf die Sie sich jedes Jahr wieder freuen?

Boberg: Ich noch nicht. Aber Frau von Rehlingen liebt die Henri-Nannen-Preis Verleihung sehr, ebenso wie den Nikolaus-Brunch bei Schulte-Hillens.


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